Die Forschung

Im Folgenden werden der wissenschaftliche Hintergrund der Studie, die angewandten Forschungsmethoden sowie das Ziel der Forschung näher erläutert.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Herz

Physiologische Anpassungen während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist durch eine Vielzahl fein abgestimmter physiologischer Anpassungen gekennzeichnet, um den Anforderungen des sich entwickelnden Fötus gerecht zu werden und den mütterlichen Organismus auf die Geburt und Stillzeit vorzubereiten. Diese Veränderungen beeinflussen den mütterlichen Stoffwechsel, das kardiovaskuläre, immunologische und endokrine System, und das Mikrobiom

Auswirkungen ungünstiger Faktoren

Ungünstige oder nachteilige mütterliche endokrine, genetische und metabolische Faktoren sowie der Lebensstil, können diese Anpassungen beeinträchtigen und zu Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes, hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen, fetaler Wachstumsrestriktion, fetaler Makrosomie oder Frühgeburt führen. Diese Pathologien stellen nicht nur unmittelbare Gesundheitsrisiken für Mutter und Kind dar, sondern können auch langfristig die kardiovaskuläre, endokrine und metabolische Gesundheit beider negativ beeinflussen.

Molekuele

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Die Rolle positiver Einflüsse

Gleichzeitig gibt es auch positive Einflüsse, die vorteilhafte Auswirkungen auf die Gesundheit der Mutter und des Fötus haben können. Dazu können Faktoren wie optimale Ernährung, körperliche Aktivität, emotionales Wohlbefinden und eine unterstützende Umgebung gehören. Allerdings sind das Ausmaß und die Mechanismen dieser positiven Einflüsse noch nicht vollständig verstanden und stellen ein wichtiges Forschungsgebiet dar. Das Verständnis dieser vorteilhaften Faktoren ist genauso entscheidend wie die Identifizierung der nachteiligen, da sie zu besseren Schwangerschaftsverläufen und langfristiger Gesundheit beitragen können.

Ziel der prospektiven Studie

Das Konzept des Deep Phenotypings während der Schwangerschaft hat sich als entscheidender Ansatz herausgestellt, um das unzureichende Verständnis der Pathobiologie schwangerschaftsbezogener Krankheiten und Gesundheitsverläufe zu untersuchen. Diese Methode beinhaltet eine Kombination aus fortgeschrittener Analyse der Körperzusammensetzung, biochemischem Phenotyping, Glykobiologie und umfassender Probenentnahme (Blut, Urin, Nabelschnurblut, Milch, Haare, Speichel). Ein Schlüsselaspekt dieses multidisziplinären Ansatzes ist nicht nur die Entwicklung präziser Interventionsstrategien für schwangerschaftsbezogene Krankheiten, sondern auch die Identifizierung und Nutzung positiver Reize. Das Erkennen dieser vorteilhaften Einflüsse ist entscheidend für die Verbesserung der Schwangerschaftsergebnisse und die Förderung der langfristigen Gesundheit von Mutter und Kind. Indem wir sowohl die nachteiligen als auch die positiven Faktoren verstehen, können wir ganzheitlichere und effektivere Ansätze für die Gesundheit von Mutter und Kind schaffen.

Standort

Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Auenbruggerplatz 14, 8036 Graz

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